Erfolgreiche Teams zeichnen sich dadurch aus, dass sie gute Arbeitsergebnisse erzielen und Terminzusagen einhalten, bei Kunden und Kollegen beliebt sind und die Arbeitszufriedenheit hoch ist. In anderen Teams dagegen geht die Arbeit nicht voran, die Ergebnisse sind mäßig, der Krankenstand ist hoch. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Führungskräften zu – sie haben entscheidenden Einfluss darauf, wie gut ein Team funktioniert.

Weil wenig erfolgreiche Teams das Unternehmen genauso viel Geld kosten wie erfolgreiche Teams, ist die Besetzung von Führungspositionen ein Feld, das besonderes Augenmerk verdient.

Ziel eines jeden Personalauswahlverfahrens ist eine möglichst verlässliche Aussage darüber, ob ein Kandidat erfolgreich seine Aufgaben am Arbeitsplatz erfüllen wird. Bei der Auswahl von Führungskräften berücksichtigen viele Unternehmen zwar die fachliche Kompetenz, verlassen sich ansonsten aber auf das Bauchgefühl der Entscheider.

Fluktuation mindert Produktivität

Bei einem mittelständischen Unternehmen kam es dadurch oft zu Fehlbesetzungen. Die Mitarbeiter arbeiteten nicht produktiv mit den neuen Teamleitern zusammen, die anderen Führungskräfte nahmen sie nicht in ihr Netzwerk auf. So verließen einige Leitungskräfte das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit wieder. Eine gründliche Analyse ergab, dass durch die Fluktuation die Produktivität des Unternehmens gelitten hatte. Nach diesem Ergebnis bestand für den Geschäftsführer dringender Handlungsbedarf und er suchte nach einer nachhaltigen Lösung für sein Unternehmen.

Als Beraterin schlug ich dem Geschäftsführer vor, den Auswahlprozess bei der Besetzung von Leitungspositionen zu verbessern. Neben der Einführung eines strukturiertem Interviews regte ich an, das Instrument ProfileXT® einzusetzen und so das Auswahlverfahren um eine objektive Komponente zu ergänzen.

Führungskräfte auswählen mit System

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer und der Personalleitung erarbeiteten wir ein genaues Anforderungsprofil für jede zu besetzende Führungsposition. Wir orientierten uns an den Dimensionen von ProfileXT®. Die Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten erfolgte anhand des Anforderungsprofils. Dann folgte ein strukturiertes Interview.

Kandidaten, die danach in die engere Auswahl gekommen waren, luden wir zum Online-Assessment von ProfileXT® ein. Dabei werden folgende Kriterien ausgewertet:

  • mentale Fähigkeiten: Kann er oder sie die Arbeit machen?
  • berufliche Interessen: Will er oder sie die Arbeit machen?
  • Verhaltensmerkmale: Wie wird er oder sie die Arbeit machen?

Das Unternehmen erhielt damit eine zusätzliche objektive Bewertungsgrundlage über das Potential eines Kandidaten.

Der Erfolg gibt der Methode recht: Seitdem das Auswahlverfahren so durchgeführt wird, hat es bei dem Mittelständler keine Fehlbesetzungen mehr bei der Einstellung von Führungskräften gegeben. Zudem wurde damit eine Grundlage für eine transparente und objektive Personalbeurteilung geschaffen, denn mit der Auswahl und Einarbeitung von Mitarbeitern fängt gutes Personalmanagement erst richtig an.

Und die Kandidaten, die nicht eingestellt werden? Sie erhalten nun ein differenziertes Feedback über ihre Stärken und Potentiale.